Mit Pauken und Trompeten

Friedensgemeinde feiert 90 Jahre Friedenskirche in Oos

Mit einem bewegenden Festgottesdienst hat die evangelische Friedensgemeinde in Oos am Ostersonntag das 90-jährige Jubiläum ihrer Friedenskirche gefeiert. Zahlreiche Gemeindemitglieder und Gäste erinnerten dabei an die Einweihung des Gotteshauses im Jahr 1936.

Die Kirchenältesten der Kirchengemeinde mit Pfarrerin Mirjam Keim, Dekanin Ulrike Trautz und Dekan Christian Link (v.l.n.r.)
Dabei knüpfte der Gottesdienst musikalisch bewusst an die Einweihungsfeier vor 90 Jahren an: Wie damals erklang zu Beginn das Lied „Tut mir auf die schöne Pforte“. Untermalt von Orgel und Posaunenchor. Durch die festliche Osterliturgie führten Dekan Christian Link und Pfarrerin Mirjam Keim. Zur Predigt wurde Dekanin Ulrike Trautz eingeladen. Sie selbst war viele Jahre als Pfarrerin in der Friedensgemeinde tätig. In ihrer Predigt betonte sie die Bedeutung von „guten Orten“, die Menschen Halt und Orientierung im Leben geben. Die Friedenskirche ist ein solcher Ort – ein Raum der Besinnung, der Gemeinschaft und des Glaubens. Dabei verknüpfte sie architektonische Elemente, wie die Kirchenfenster der Kirche, mit dem Namen und dem Auftrag der Kirchengemeinde. 
Der Gottesdienst wurde durch einige Grußworte geschlossen: Einen historischen Rückblick auf die bewegte Geschichte der Friedenskirche gab Pfarrer i. R. Hans-Ulrich Carl. Die Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Manuela Reith, überbrachte Glückwünsche und blickte zuversichtlich in die Zukunft. In ökumenischer Verbundenheit überreichte Pfarrer Michael Zimmer im Namen der katholischen Gemeinde einen Olivenbaum als Zeichen des Friedens und der gelebten Gemeinschaft.
Beim anschließenden Empfang, der vom Posaunenchor festlich begleitet wurde, bot sich reichlich Gelegenheit zu Begegnung und Austausch im Gemeindezentrum. Im Annelise-Fehrholz-Saal wurde den Gästen außerdem eine Ausstellung zur Geschichte und Entstehungszeit der Kirche geboten. Es sind Bilder und Dokumente der Planung und der frühen Zeit der Friedenskirche ausgestellt. Zu sehen ist auch die Einweihung am 19. April 1936 unter großer Beteiligung der Öffentlichkeit und Anwesenheit des damaligen Landesbischofs Kühlewein.  Die Ausstellung wurde von Diakonin Sabine Schrade-Wittchen gemeinsam mit einem engagierten Team konzipiert und ist weiterhin zu den Öffnungszeiten des Pfarramts sowie bei Veranstaltungen zugänglich. Ergänzend dazu lädt eine von Holger Olesen erstellte Broschüre – unter anderem mit Texten von Hans-Ulrich Carl – zu einer meditativen Erschließung der Friedenskirche ein.
Mit dem Festgottesdienst ist der Gemeinde ein Auftakt für ein ganzes Jubiläumsjahr gelungen: Weitere Veranstaltungen sind bereits geplant, darunter öffentliche Führungen mit Jacqueline Olesen (Diakonin i. R.) sowie eine Predigtreihe zu Altar und Kirchenfenstern. Den feierlichen Abschluss bildet ein Jubiläumsball am 24. Juli um 18.30 Uhr.
Weitere Informationen sind auf der Homepage der Friedensgemeinde erhältlich.